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	<title>wortreich.in - Georg Mahr reich an Worten &#187; uni</title>
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	<description>Georg Mahr über die Uni Wien, das Leben, Sport &#38; das Social Web</description>
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		<title>Gerechtigkeit für Frank Hartmann</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 09:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>georg</dc:creator>
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		<category><![CDATA[uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich heute in der Früh meine Inbox öffnete, fiel mir fast mein Himbeermuffin aus der Hand. Mich erreichte ein Mail meines Professors aus der Praxisfeldvorlesung Multimedia, Frank Hartmann...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich heute in der Früh meine Inbox öffnete, fiel mir fast mein <a title="Frühstück" href="http://twitpic.com/925vy" target="_blank">Himbeermuffin</a> aus der Hand. Mich erreichte ein Mail meines Professors aus der Praxisfeldvorlesung Multimedia, Frank Hartmann. Hier der Auszug:</p>
<blockquote><p>Sind Sie auch dieser Meinung? Nur 22 on ca. 118 haben mich &#8220;evaluiert&#8221;. Diese Teilmenge möge in der publizistischen Fellner-Hölle schmoren, Strache wählen usw. Auf alle anderen Rückmeldungen dazu würde ich mich freuen.</p>
<p>mfG<br />
Frank Hartmann</p>
<p>EVALUIERUNG DER VORLESUNG MUME &#8212; AUSZUG:<br />
36 Prozent der Befragten haben die Vorlesung mit &#8220;sehr schlecht&#8221; beurteilt,<br />
43 Prozent waren mit dem persönlichen Auftreten &#8220;sehr unzufrieden&#8221;,<br />
fast die Hälfte sah ihre Erwartungen an die LV &#8220;nicht erfüllt&#8221;.</p>
<p>Ich hab noch nie an einer Lehrveranstaltung mit so einem ignoranten LV-Leiter teilgenommen. Er hat die Studierenden beschimpft, beleidigt und war in keiner Weise hilfsbereit. So jemand sollte wirklich nicht unterrichten.</p>
<p>Ein arrogantes Subjekt, pseudo wissenschaftlich auftretend, keine Fragen beantwortend und allgemein nur auf Selbststimulation bedacht &#8220;hält&#8221; diese LV. Wenn sie nicht in meinem Studienplan unbedingt erforderlich wäre würde ich sie niemals besuchen und ich hoffe für die Universität Wien dass sie diesen Heuchler bald loswerden.</p>
<p>Hartmann ist so von sich selbst überzeugt und unsicher zugleich das es erstaunlich ist. Er baut seine akademischen Ansichten und Meinungen darauf auf das er Anderen sagt sie wären Idioten. Bis jetzt der schlechteste Professor meiner Laufbahn.</p></blockquote>
<p>Was in aller Welt ist denn hier passiert? Zur kurzen Erklärung, es gab schon zu Beginn des Semesters Troubles im Publizistikforum und in der Vorlesung selbst zwischen den Studierenden und Prof. Hartmann. Grund dafür war seine auf der Publizistik ungewöhnliche Praxis in einer Vorlesung Anwesenheitspflicht zu verlangen. In der Folge übergingen einige Studenten ihren LV Leiter und wandten sich sogar direkt an den Studienprogrammleiter, ob es denn rechtens sei Anwesenheit einzufordern. Einige Posts im <a title="Publizistik Forum" href="http://www.univie.ac.at/strv-publizistik/forum/viewtopic.php?f=36&amp;t=35046&amp;start=15" target="_blank">Forum</a> später antwortete Hartmann den Studierenden in der Vorlesung direkt, leicht angesäuert, was sie sich denn denken würden. Fünf Minuten lang erklärte er sich mit harten Worten und pochte auf sein Recht als LV Leiter die Beurteilungskriterien selbst festzulegen. Fertig.</p>
<p>Fertig? Ja, ab diesem Zeitpunkt in der zweiten LV Einheit präsentierte Hartmann seinen Stoff über Multimedia und die Kultur, die sich darum bildet(e). Im Laufe des Semesters lehrte er mit PowerPointfolien, zeigte einen Film, ließ in einer Einheit zwei Studenten ihr <a title="Prezi zu Vannevar Bush" href="http://prezi.com/86277/" target="_blank">Prezi</a> (toll!) präsentieren, stellte nach jeder Stunde weiterführende Informationen und Literaturverweise auf die <a title="Hartmann's Medienphilosophie" href="http://homepage.univie.ac.at/frank.hartmann/mume.html" target="_blank">LV-Homepage</a> und forderte am Ende die Prüfungsleistung ein. Eine sechs- bis zehnseitige Arbeit, die sich thematisch mit den Inhalten der LV auseinandersetzen sollte. Ich schrieb über Vernetzung der Welt und fand Gefallen daran, mich mit der Entwicklung von Telegrafenleitungen zu modernen Glasfasernetzen und deren Bedeutung für die multimediale Webkultur der Moderne zu beschäftigen. Ich kaufte mir sogar das Buch zur Vorlesung, obwohl es für die Arbeit nicht nötig gewesen wäre. Ich empfand die LV als nützlich und interessant.</p>
<p>Die Motivation jede Woche am Freitag Spätnachmittag auf die Uni zu fahren ist nach diesem Semester noch die negativste Assoziation die ich mit dieser Lehrveranstaltung verbinde. Man mag auf Hartmanns Worte allergisch reagieren, okay, aber lässt man sämtliche persönlichen Befindlichkeiten außer Acht war die Vorlesung für mich als medienaffinen Menschen eine der interessantesten Lehrveranstaltungen im Studium.</p>
<p><em>Und, samma uns ehrlich, worum geht&#8217;s uns im Studium? Wie sehr ich den LV Leiter liebg&#8217;habt hab&#8217; oder was mir an Inhalten vermittelt worden ist..?</em></p>
<h5><em>Alternativ kannst du diesen Post auch auf meinem Lifestream http://georgmahr.net finden<br />
</em></h5>
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		<title>Würstelstand trotz Krise</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 19:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>georg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wien ist anders – so lautet ein bekannter Werbeslogan des Wiener Tourismus Büros. Auch die Kulinarik in Österreichs Hauptstadt weiß sich von anderen Orten zu unterscheiden...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Wiener Gemütlichkeit</h3>
<p>Wien ist anders – so lautet ein bekannter Werbeslogan des Wiener Tourismus Büros. Auch die Kulinarik in Österreichs Hauptstadt weiß sich von anderen Orten zu unterscheiden. In vielen Städten dieser Welt gibt es Hotdog-Stände, Imbissbuden, Kebab-Verkäufer oder McDonalds Filialen. Wien hat jedoch ein einzigartiges Fast-Food-Angebot für den geneigten Schnellesser – den Wiener Würstelstand.</p>
<div id="attachment_250" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-250 " title="Würstelstand" src="http://wortreich.in/wp-content/uploads/2009/06/wurst1-150x150.jpg" alt="Würstelstand" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Nächtens am Würstelstand</p></div>
<p>Unweit der Wirtschaftsuniversität in Wien Währing, wo Österreichs Wirtschaftsmagnaten der Zukunft ausgebildet werden, befindet sich Wiens ältester Würstelstand, der <a title="Würstelstand Leo" href="http://www.wuerstelstandleo.at/" target="_blank">Würstelstand</a><a title="Würstelstand Leo" href="http://www.wuerstelstandleo.at/" target="_blank"> Leo</a>. In dritter Generation betreibt Vera Tondl den Stand zusammen mit einigen Angestellten.  Ihr Urgroßvater Leopold Mlynek Senior gründete 1928 den Würstelstand Leo und verkaufte den Wienern die heißen Würstel.  Heute ist der Stand fast rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Das beste Geschäft macht der Würstelstand unter der Woche zu Mittag und am Wochenende speziell abends, erzählt Melitta, die am Würstelstand die Ware an die Kunden bringt. Der Würstelstand gilt seit jeher als kulinarischer Treffpunkt unterschiedlichster Menschen ohne soziale Berührungsängste. Hier isst der Arzt seine Käsekrainer neben dem Bauarbeiter.</p>
<h3>Würstelstand scheint krisenresistent</h3>
<p>Melitta erzählt: „Der Bundeskanzler Kreisky war auch einmal da, aber das ist schon lang her. Meistens kommen halt ganz normale Leute, Arbeiter. In der Nacht die jungen Leute, vom Fortgehen.“ Die zahlreichen Bars und Diskotheken an den Gürtelbögen sorgen für nächtliche Kundschaft. Auch zwei Bauarbeiter, Stefan und Ferdl, die auf einer nahegelegenen Baustelle arbeiten, nehmen ihre Mahlzeit gerne beim „Leo“ ein. Sie schätzen das große Angebot sowie den günstigen Preis. Ob sie, auf die Wirtschaftkrise angesprochen, beim Essen sparen, meinen sie lapidar:“ Naja, wir gehen trotzdem essen. Wir sehen das eigentlich mehr in der Arbeit. Wir kriegen weniger Aufträge, das heißt weniger Arbeit.“</p>
<p>Taxifahrer Josef, der seinen Standplatz direkt hinter dem Stand hat und sich selbst schon humorvoll zur Stammkundschaft zählt, erzählt von den Auswirkungen auf das Taxigeschäft:“ Eigentlich spür ich’s schon. Die Leute fahren weniger Taxi, ich habe weniger Kunden. Aber der Würstelstand ist jetzt nicht so teuer. Es ist was anderes, wenn man in ein feines Restaurant geht. Das gibt’s halt nicht mehr.“</p>
<div id="attachment_251" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-251 " title="Würstel" src="http://wortreich.in/wp-content/uploads/2009/06/wurst2.jpg" alt="Würstel" width="500" height="123" /><p class="wp-caption-text">Reichhaltiges Wurstangebot</p></div>
<h3>Innenstadtwürstel</h3>
<p>Der Würstelstand „Wiener Würstel“ in der Seilergasse gleich beim Stephansdom ist ein Anziehungspunkt für hungrige Touristen. Neben der Wiener Küche gibt’s hier auch den typischen Wiener Schmäh im Preis inbegriffen. Das sonnige Wetter lockt am verlängerten Wochenende zahlreiche Gäste in die österreichische Hauptstadt. So auch zwei Besucher aus Deutschland, Eva und Jan aus Düsseldorf. Nach einem Stadtrundgang gönnen sich die beiden am Würstelstand einen Imbiss. Jan: „Eva hat eine Frankfurter mit Brötchen gegessen. Finde ich komisch&#8221;, erzählt er lachend, &#8220;bei uns heißt die Frankfurter Wiener. Ich esse eine Currywurst. Aber in Deutschland schmeckt die doch um einiges besser als hier, muss ich sagen.“ Auf die Finanzkrise angesprochen schütteln beide nur den Kopf: „Nee, im Urlaub haben wir ein Budget und das wollen wir ohne Bedenken ausgeben. Im Urlaub möchten wir uns nicht den Kopf zerbrechen über Finanzkrise und Sparen.“</p>
<h3>Der Würstelstand als Institution</h3>
<p>Über mangelnden Umsatz muss sich das „Wiener Würstel“ an diesem Wochenende keine Sorgen machen. Nicht nur Touristen sondern auch zahlreiche Wiener gönnen sich Käsekrainer, Frankfurter und Burenwurst. Dennoch fürchten viele um die Existenz des Wiener Würstelstandes. So wurde zum Erhalt des kulinarischen Wahrzeichens sogar eine <a title="Würstelstand Petition" href="http://www.wuerschtlstand.com" target="_blank">Internetpetition</a> gestartet, die schon von zahlreichen Würstelstandanhängern unterzeichnet wurde. Auch in diversen Reiseführern für Wien wird ein Besuch beim Würstelstand unbedingt empfohlen. Ob Krise oder nicht, der Wiener Würstelstand wird sicher nicht aussterben.</p>
<h6>Photocredits: http://flickr.com/onkel_wart /tschoerda /m_ariii</h6>
<h6>Dieser Beitrag entstand im Rahmen der UE Print 08/09 in Zusammenarbeit mit Michaela Braune</h6>
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		<title>Alltagsliebe</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 19:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin so tief vergraben zwischen tausendundeiner Seite Lernstoff, zwischen Alltagswundern und Stress, einem verzerrten Fuß, 289 Dingen, die zu erledigen sind, zwischen Universität und Liebe, zwischen Prüfungsängsten und Lebensfreude. 
Das neue Semester ist erst ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Ich bin so tief vergraben zwischen tausendundeiner Seite Lernstoff, zwischen Alltagswundern und Stress, einem verzerrten Fuß, 289 Dingen, die zu erledigen sind, zwischen Universität und Liebe, zwischen Prüfungsängsten und Lebensfreude. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Das neue Semester ist erst wenige Tage, wenige Wochen alt, ich liebe es derzeit auf die Uni zu gehen, ich liebe es, ich freue mich auf die Menschen, die um mich sind, ich gehe sehr oft in die Unibibliothek zum Lernen, dort ist es wunderbar. Es ist still &#8211; es sind soviele Menschen da &#8211; aber es ist still. Jeder ist konzentriert, man kann die Konzentration fast anfassen, so real ist sie. Ich mag es, manchmal beobachte ich den einen oder anderen Kommilitonen, manche sind verträumt, andere hochkonzentriert, bei manchen ist die Freude über eine weitere Seite der Seminararbeit ins Gesicht geschrieben, manchen sind Zweifel ins Gesicht geschrieben.  Wenn Hoffnung zu schmecken ist, dann hier.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Mein Schreibtisch sieht aus als wäre ich ein zerstreuter Professor. Es stapeln sich Bücher, kopierte Unterlagen, To-Do-Listen, Wörterbücher, Stifte, lose Blätter. Eigentlich würde ich das Hassen. Diese Unordnung &#8211; aber gerade kommt es mir so perfekt vor. Ich hier mit meinen Millionen Gedanken im Kopf &#8211; immer wieder Dinge, die ich nicht vergessen darf, immer noch etwas zu erledigen, immer noch ein Buch zu lesen, immer noch Zusammenfassungen zu schreiben, immer noch soviel Buntheit an meinem Arbeitsplatz, soviel ich zwischen all diesen Seiten. &amp; dazwischen noch Wäsche waschen. Handtücher. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Ich habe einen neuen Freund. Leon, Löwenherz. Eines Tages war er da &#8211; der Prinz hat ihn mitgebracht. Er sitzt jetzt hier bei mir, er gibt Kraft, er gibt Mut, er ist kuschelsüchtig. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">&amp; jetzt warten noch viele viele Vokabeln auf mich. &amp; dann weiter und weiter und weiter. Bis zum Horizont. Ich weiß, dass er warten wird, auch wenn ich noch den einen oder anderen Umweg gehe. Solange schenkt er mir Regenbogen um Regenbogen, damit ich die Farben nicht vergesse.</span></p>
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